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 Inmitten der nordwestlichen Andenkordilliere Ecuadors, in der Kantonalhauptstadt Cotacachi und der Provinz Cotacachi, 110 Km nördlich der Hauptstadt Quitos auf einer Höhe von 3064 Metern, liegt der magische Gebirgsee „Cuicocha“, auch bekannt unter dem Namen “Tuis-Cocha” oder “Lagune der Götter”.
Cuichocha befindet sich am Fuß des Vulkans Cotacachi (4939Meter), nur 12 Km entfernt von der Stadt Cotacachi und wird vom indigenen Kichwa Volk “Maria Isabel de las Nieves” oder “Mama Cotachachi” genannt. Der Kratersee ist über eine asfaltierte Strasse erreichbar.
Cuichocha ist ein junger Vulkan der vor 4500 Jahren erste vulkanische Aktivitäten in Form von Laharlawinen (Schlammlawinen), pyroklastischen Lawinen sowie der Bildung von Vulkankeglen zeigte, welche einen weiten Teil des nordwestlichen Teils Ecuadors bedeckten. Diese starke vulkanische Aktivität hielt bis vor 1300 Jahren an. Der Gebirgsee befindet sich inmitten eines Vukankraters. 15 Vogelarten leben heute auf beiden Inseln und stehen unter Naturschutz, zudem leben vier Entenarten auf dem Wasser und Schilf, Fische kennt das vegetationsarme und kristallklare Wasser hingegen nicht.
Die Lagune entstand hauptsächlich durch Schmelzwässer des nahen und heute inaktiven Vulkans Cotacachi sowie durch Regenwasser und unterirdische Wasserquellen. Der See hat eine Tiefe von 146 Metern und einen Wasserspiegel auf 3064 Metern über Meeresspiegel. Der kristallklare, leicht türkisblaue Kratersee wechselt seine Farbe entsprechend der Windrichtung und dem Winkel der Sonneneinstrahlung.
Cuicocha ist heutzutage noch ein aktiver Kratermund und steht an 5. Stelle nach den Vulkanen Chalupas, Pululahua, Quilotoa und dem Cotopaxi was die vulkanische Aktivität betrifft. Neben der normalen Aktivität, gibt es plötzliche indirekte Gasexplosionen die durch unterirdische Wasserkanäle freigesetzt werden. Diese Aktivität erlebt man am deutlichsten an dem Nadelöhr zwischen den Inseln, wo es sichtlich brodelt.
Der Kratersee hat einen Durchmesser von 3,2 Km und einen Umfang von 9 Km in Form eines Kegels. Es gibt 5 Kegel aus Lava & Vulkangestein, jeweils 2 davon befinden sich auf jeder der Inseln in der Mitte des Sees und eine am Rand des Kratersees. Die kleine Insel „José María Yerobi” hat eine Fläche von 0,26km² und die große Insel “Teodoro Wolf” einen Fläche von 0,41km² Das Nadelöhr “Canal del los Ensueños” befindet sich zwischen beiden Inseln und hat eine Tiefe von bis zu 18 Metern. Die antiken indigen Völker der Caranquis (Caras) und Inkas nutzen diesen Kanal für Opfergaben an die Götter Sonne und Mond.
Die Inseln beherbergen zahlreiche Vegetationsformen: über 400 Spezien haben sich auf dem Lavaboden entwickelt. Je nach Höhenlage vom Inselufer bis zum Gipfel der Kraterinsel findet man verschiedenste Vegetationsformen. Unter anderem gibt es 10 verschiedene Orchideenarten, Bromelien, Rosenholzbäume, Myrten, rote Zederbäume, Bambus und Pumamaqui´s dessen Hartholz man für die Herstellung von Küchenutensilien, Guitarren und dem Zupfinstrument Charango benutzt. Ab und zu kann man Tiere wie Andenhirsche, Berghamster, Berghasen, Gürteltiere, Weißrückenskunke, Andine Füche und Chucuris beobachten.
Dieser Lebenraum ist ein perfekter Beobachtungsort für Vogelarten wie: Turteltauben, Kolibries, Spatzen, Amseln, Eulen und sogar ab und zu des Königs der Andenvögel “den Kondor”. |