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Inti-Raymi festival PDF Drucken E-Mail

plazaDie Feier zu Ehren der Sonne oder Inti Raymi wird im Monat Juni zur Sommersonnenwende gefeiert. Der Beginn der Feier wird durch ein rituelles Bad am 21. Juni eröffnet, ein Reinigungsakt der während der Maisernte stattfindet. Diese Veranstaltung ist eine der repräsentativsten der indigenen Kultur aufgrund der farbenfrohen Kleidung, der traditionellen Tänze und Musik. Der Kantonalbezirk dieser indigenen Gemeinde nutzt diese Feier symbolisch und nimmt den Rathausplatz der Stadt von den vier Kardinalpunkten aus ein. Diese Tradition wird auch JATUN PUNCHA genannt.

Dieses besondere Fest beginnt in der letzten Juniwoche. Während der Festlichkeiten werden unter den Gästen & Tänzern köstliches Essen und Getränke geteilt und verkostet, welche aus verschiedenen Maisarten hergestellt werden. Zudem gibt es auch gegrilltes „cuy“ Meerschweinfleisch - eine Delikatesse hier zu Lande.

Am Vortag der Sommersonnenwende, das einzigartige astrologische Phänomen indem die Sonne um die Mittagszeit keinerlei Schatten wirft. findet es die Tradition statt, dass sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren und insbesonders die Tänzer in Bächen und Wasserfällen baden, um den Einklang mit der Natur zu finden. Ein Geschenk zu Ehren der Natur welches aus einem Getränk & Essen .estrellabesteht wird an diesem Tag als Opergabe der Mutter Erde gebracht in Form von Stille und durch Meditation. Zum Austausch werden die Magie und Energie der Naturkraft die Ihnen die Mutter Erde „Pacha Mama“ übermittelt, aufgenommen

Mit diesem Ritual wird das Fest eröffnet. Heutzutage findet es in der Lagune Cuicocha statt. Das Ritual wird von Kampfliedern, dem harmonischem Klang der Muschelschalen, Panflöten sowie dem subtilen Klang der Mundharmonikas und dem schönen Gitarrenklang begleitet.

43 indigene Gemeinden bilden die Organisation UNORCAC. Die Tanzchoreographie besteht aus einer kreisförmigen vibrierenden und stampfartigen Bewegung. Am letzten Tag der Feierlichkeiten tanzen ausschließlich die Frauen.


HAUPTTAG oder JATUN PUNLLA

indiasDie rituelle Tanzzeremonie findet immer auf dem Hauptplatz oder in einem zentralen Park statt und wird durch einen anhaltenden Stampfrhythmus charakterisiert, welcher manchmal kurz und manchmal lang ist. Nach und nach löst sich die ursprüngliche kreisförmige Tanzformation auf und paßt sich der physischen Form des Hauptplatzes oder Parkes, welche meist quadratisch ist, an.

Während der letzten 50  Jahre haben merkwürdigerweise wiederholt die indigenen Gemeinden “La Calera” und “El Topo” symbolisch den Zentralplatz am Jantun Punlla Tag eingenommen. Dieser Tag fällt meist auf die heilgen Namenstage des San Juan, San Pedro, San Pablo und Santa Lucia. Die Tänzer werden von 12 Kapitänen angeführt, die je einen Monat des Sonnenkalenders repräsentieren. Sie sind bekleidet mit Lammfellüberhosen, Gamaschen, Fransenhemden, Hüten, Masken und Peitschen, ein wichtiges Symbol das “Macht und Führung” innerhalb der Gruppe symbolisiert.

parque3Zur Mittagszeit wird der Hauptplatz eingenommen: die Tänzer betreten hintereinandergereiht in langen Schlangen den Platz und übernehmen diesen symbolisch. Der Tanz beginnt in den Ecken des Platzes indem kreisförmig nach dem Tenor der Flöten getanzt wird. Anschließend bewegen sich die Tänzer bis zur nächsten Ecke weiter. Dieser Bewegungsablauf wird so lang wiederholt bis sie drei Mal den Zentralpark in Cotacachi umkreist haben.

Nachdem diese Mission vollbracht ist, ziehen sie völlig erschöpft weiter bis zu Ihrem Lager. Die Gemeinde von “El Topo” marschiert bis zum städtischen Schlachthof und die Gemeinde von “La Calera” bis zur “venada” wo gespeist und viel „Chicha de Jora“ (Maiswein) und Schnaps getrunken wird.

Dieses Ritual wird von einem Zeremonienoberhaupt angeführt. Alle vorbereiteten Speisen werden unter allen Anwesenden geteilt. Die Frauen und Mütter der Tänzer sind diejenigen die zu Ehren der Mutter Erde und dem Vater Sonne mit Ihren eigenen Kleidern ein Kreuz auf dem Erdboden formen und darauf das Essen und die Getränke ausbreiten.

Dies ist eine besonnene Ruhephase. Danach beginnen sie Ihre zweite Aufgabe: der Park wird erneut eingenommen und diesmal konfrontieren die “Oberen“ mit den „Unteren”.


ABSCHLIESSENDE ERWÄGUNGEN

shamanDie kriegerische Konfrontation die man heutzutage im Ritual der Sommersonnenwende “Inti Raymi” in Cotacachi beobachten kann, zeigt deutlich dass die heutigen indigenen Völker Ecuadors viele Elemente beinhalten, welche Teil der kolonialen Vergangenheit und der Befreiung aus der Kolonialherrschaft sind.

Andererseits wird der sehr interesante und bedeutende Aspekt des Synkretismus deutlich, der in der Epoche der Kolonisation auf unserem Territorium entstand.  Dieser wird durch die Einflechtung von vielen Elementen indigener Rituale in spanischen Festen deutlich, sowie allgemein an der Ausrichtung von Feierlichkeiten an heiligen indigenen Zeremonieplätzen.

Dies wurde hauptsächlich durch zwei Phänomene hervorgerufen: einerseits durch die Evangelisierung seitens der Kolonisatoren und anderseits dadurch dass die indigenen Völker Ihre alten Traditionen bis zum heutigen Tage aufrecht erhalten.

 

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Die starke Präsenz dieser Art von Feierlichkeiten zeigt klar und deutlich dass die indigenen Völker damit eher beabsichtigen Ihre Traditionen beizubehalten als nur religiöse Riten durchzuführen.

 

Wenn wir die Tatsachen der Vergangenheit analysieren und die heutigen Rituale betrachten, wird klar das unsere indigen Völker seit jeher ein grosses Bedürfnis der Erhaltung Ihrer eigenen Traditionen pflegen. Wir glauben das diese Tatsache dazu beigetragen hat, dass die heutigen Traditonen der Mestizen viele uralte Elemente indigener Rituale enthalten.

 
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